Als wir Anfang des Jahres zu mehreren überlegten, was wir am besten zur Hochzeit von P&W schenken wollen, waren wir von keiner Idee so richtig überzeugt. Ein paar Tage später war mir aber klar, dass ich zu dieser Gelegenheit gerne einen Quilt nähen würde. Einen schöneren Anlass kann man sich gar nicht vorstellen. Es gibt ein traditionelles Muster, den Wedding Ring, aber der gefällt mir gar nicht so gut. Also habe ich ein anderes herausgesucht, das mit den zwei Farben Weiss und Rot meiner Meinung nach prima zu einer Hochzeit passt. Dass auf die Rückseite die zwei Anfangsbuchstaben der Namen des Paares ihren Platz finden sollten, war auch klar. Mit foundation paper piecing geht das auch ganz wunderbar.


Als ich die Buchstaben fertig hatte, dachte ich kurz: „P., noch hast du die Wahl. Du könntest dir auch einen Martin, Manfred oder Michael aussuchen ;-))

Als nächstes kamen die Herzen an die Reihe. Dass ich dieses Symbol mal nähen würde, ist mir auch nie in den Sinn gekommen. Aber auf einer Hochzeitsdecke haben sie einen guten Platz.



Eigentlich wollte ich zwischen die Buchstaben ein + oder & setzen, das sah aber alles blöd aus, und so ist es ein kleines Herz geworden. Ist vielleicht das Zeichen für eine mögliche Familienerweiterung …

Die einzelnen Blöcke zu nähen, war eine große Freude, wie so oft bei zwei stark kontrastierenden Farben. Und schöne Formen kommen auch immer wieder zustande.




Beide Seiten vor dem Quilten:


Etwas länger habe ich mit der Farbe des Bindings gerungen. Nichts wollte zur Vorder- und Rückseite gleichermaßen gut passen, kein weiteres Muster gefiel. Als ich eher per Zufall den grünen Stoff herauszog, war die Entscheidung gefallen. Komplementärfarben gehen halt oft gut zusammen.

Das Label sollte diesmal anders als sonst gestaltet werden. Schon länger wollte ich gerne den Stoffdruck ausprobieren. Man jagt den auf ein Trägerpapier aufgebrachten Stoff durch einen Tintenstrahldrucker, lässt alles gut trocknen, legt es dann in eine Essig-Wasser-Mischung zwecks Fixierung, lässt es wieder gut trocknen und bügelt dann final. Ob der Plan aufgeht, werdet ihr zwei nach den ersten Wäschen sehen.

Das letzte Quiltfoto ist auf der neuen Bambusleiter entstanden. Macht sich doch gut.

Wie immer gibt es natürlich Kleinigkeiten, mit denen ich nicht so hundertprozentig zufrieden bin, aber gemäß dem neuen Motto muss man auch mal fünfe gerade sein lassen.

Schreibe einen Kommentar